Inkasso in Polen

In Polen begegnen viele Unternehmen häufig einer schlechten Zahlungsbereitschaft Ihrer Vertragspartner. Das Risiko von verzögerten Zahlungen und Zahlungsausfällen gilt noch immer als relativ hoch. Gegen dieses Risikos können Sie aber etwas tun! Was genau, lesen Sie im nachfolgenden Text!

Auf dieser Seite erhalten Sie Informationen zu folgenden Themen:

1. Versenden Sie eine Mahnung
2. Übertragen Sie Ihre Forderung
3. Behandlung von Inkassos in Polen
    3.1: Außergerichtliches Inkasso
    3.2: Gerichtlcihes Inkasso
    3.3: Verfahren zur Erlangung eines Zahlungsbefehls
    3.4: Gerichtsverfahren
4. Vollstreckung in Polen

1. Versenden Sie eine Mahnung

Sobald Ihr polnischer Kunde Ihre Rechnung nicht innerhalb des Zahlungstermins begleicht, sollten Sie diesem eine Mahnung zusenden. In Polen bezahlen erfahrungsgemäß nur wenige Unternehmen innerhalb des vorgegebenen Fälligkeitstermins. Daher ist es besonders wichtig, in Ihrer Mahnung einen festen Zahlungstermin anzugeben. Ohne einen solchen Termin wird ein polnische Schuldner tendenziell eher selten Ihre Forderung erfüllen. Neben dem Zahlungstermin sollten Sie in Ihre Mahnung nachfolgende Punkte mit aufnehmen: Eine Forderungsaufstellung sowie die Ankündigung, dass, sollte nicht oder nicht fristgerecht bezahlt werden, Sie Ihre Forderung an einen Rechtsanwalt übertragen, wodurch dem Schuldner zusätzliche Kosten entstehen.

2. Übertragen Sie Ihre Forderung

Begleicht Ihr Kunde die offene Forderung auch nach Ihrer Mahnung nicht, sollten Sie schnell reagieren und Ihre offene Forderung an Bierens Incasso Advocaten übertragen. Bierens Incasso Advocaten ist eine Rechtsanwaltskanzlei, die auf die Geltendmachung von Forderungen im In- und Ausland spezialisiert ist. Dabei bietet Bierens Ihnen alle außergerichtlichen und gerichtlichen Inkassomittel aus einer Hand. Unsere muttersprachlichen Rechtsanwälte und Juristen beherrschen neben der jeweiligen Sprache Ihres Schuldners auch die nationalen Gesetze und Regeln und kennen sich bestens mit der Kultur und der Mentalität des betreffenden Landes aus. So ist Bierens in der Lage, Ihre Forderung gegen einen Schuldner im Ausland schnell, effektiv und erfolgreich durchzusetzen.

3. Behandlung von Inkassos in Polen

Im polnischen Rechtssystem steht der Schutz der Gläubiger an erster Stelle. Im Einzelnen stehen folgende Möglichkeiten offen:

3.1: Außergerichtliches Inkasso

Bierens Incasso Advocaten mahnt Ihren Schuldner nach Übertragung Ihrer Forderung schriftlich und telefonisch in polnischer Sprache. Sollte daraufhin keine Zahlung erfolgen, können wir – nach Rücksprache mit Ihnen – unmittelbar gerichtliche Schritte einleiten, um Ihren Schuldner zur Zahlung zu bewegen, oder nach Titulierung der Forderung entsprechende Zwangsmaßnahmen einleiten.

3.2: Gerichtliches Inkasso

Zur Vollstreckung gegen einen polnischen Schuldner wird in jedem Fall ein Vollstreckungstitel benötigt. Um einen Vollstreckungstitel gegen Ihren Schuldner zu erlangen, gibt es zwei Möglichkeiten: Das schnelle Verfahren zur Erlangung eines Zahlungsbefehls, dem deutschen Mahnverfahren ähnlich, oder ein ausführliches Gerichtsverfahren.

3.3: Verfahren zur Erlangung eines Zahlungsbefehls

Sofern Ihr Schuldner die Forderung nicht bestritten hat, ist ein sogenanntes „Zahlungsbefehlsverfahren“, vergleichbar mit dem deutschen Mahnverfahren, ratsam. Dieses Verfahren wird in Polen häufig gewählt und hat den Vorteil, dass damit schnell, einfach und kostengünstig ein vollstreckbarer Titel erlangt werden kann.

Im Durchschnitt dauert es etwa vier bis sechs Wochen bis zur Zustellung eines Zahlungsbefehls. Anschließend hat der Schuldner 14 Tage Zeit, die geforderte Zahlung zu leisten oder Widerspruch gegen den Zahlungsbefehl einzulegen. Führt der Schuldner Widerspruch, so kann die Sache in ein ordentliches Gerichtsverfahren übergeleitet werden.

3.4: Gerichtsverfahren

Hat der Schuldner die Forderung bereits außergerichtlich bestritten oder – wie vorausgehend beschrieben – Widerspruch eingelegt, besteht die Möglichkeit, den ordentlichen Rechtsweg einzuschlagen. In einem solchen Verfahren ist die Forderung, ähnlich wie in Deutschland, zu begründen und mit Beweisen zu belegen. In Polen kennt man ähnlich dem deutschen Recht – neben der Beweisführung anhand von Schriftstücken – den Zeugen- und den Sachverständigenbeweis.

Während des Gerichtsverfahrens findet mindestens eine Sitzung statt, zum Ende des Verfahrens wird ein Endurteil ausgesprochen. Für ein ordentliches Gerichtsverfahren ist in Polen ein Zeitrahmen von etwa vier bis sechs Monaten anzusetzen.

4. Vollstreckung in Polen

In Polen kann, wie in Deutschland auch, die Zwangsvollstreckung nur gegen Vorlage eines vollsteckbaren Titels vorgenommen werden. Dies kann ein Titel aus Polen in Form eines Urteils, eines gerichtlich protokollierten Vergleiches oder eines Vollstreckungsbescheids aus dem Zahlungsbefehlsverfahren sein. Ferner ist die Vollstreckung eines EU-Vollstreckungstitels oder eines Titels aus Deutschland möglich, sofern letzterer eine Vollstreckungsklausel enthält.

Im Unterschied zu Deutschland ist der Gerichtsvollzieher in Polen nicht ein Angestellter des Gerichts, sondern ein selbständiger Unternehmer, der einen prozentualen Betrag von der eingetriebenen Forderung enthält. Dieses Vergütungsmodell hat sich in Polen bewährt.

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