Inkasso in Deutschland

Hat Ihr Unternehmen einen Kunden, der Ihre Rechnungen nicht bezahlt? Unsere Inkasso-Rechtsanwälte sind mit dieser Problematik vertraut und verfügen über die notwendige Expertise, Ihren Debitor zur Zahlung zu bringen. Von dem Zeitpunkt, in welchem Sie Ihre Forderung zum Inkasso an uns übertragen, setzen wir alles daran, Ihr Geld einzutreiben. Als Inkasso-Rechtsanwaltskanzlei haben wir über mehr als 60 Jahre Fachkenntnis und Erfahrung im eigenem Haus, um Ihnen bei internationalen Forderungen zu Ihrem Recht zu verhelfen.

Tipps wenn Ihr deutscher Kunde nicht bezahlt:

  • Senden Sie direkt eine Mahnung, wenn Ihr Kunde nicht fristgerecht bezahlt.
  • Geben Sie dabei einen bestimmten Zahlungstermin an.
  • Fügen der Mahnung eine Forderungsaufstellung bei.
  • Kündigen Sie bei Ihrer Mahnung bereits an, dass, sollte die Forderung nicht ausgeglichen werden, die Forderung an einen Rechtsanwalt übertragen wird und die Kosten dafür von dem Debitor geschuldet sind.

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  • Sorgen Sie dafür, dass alle Vereinbarungen schriftlich fixiert werden.
  • Versenden Sie Ihre Korrespondenz über Fax mit Sendebericht und speichern Sie in jedem Fall alle E-Mails.

Inkasso in Deutschland

Inkasso in Deutschland

  • Mit einem Inkasso Rechtsanwalt positionieren Sie sich stärker

Inkasso Rechtsanwälte verfügen über alle Mittel um ausreichend Druck auf Ihren Schuldner auszuüben und diesen zur Zahlung zu bewegen. Ferner können diese Sie sowohl in der außergerichtlichen als auch in der gerichtlichen Phase vertreten. Dies spart Zeit und Kosten.

  • Schnelles Inkasso

Wollen Sie die Forderung schnell erhalten? Dann übertragen Sie Ihren Inkasso-Auftrag noch vor 16.00 Uhr an einem Werktag an uns. Wir bearbeiten Ihre Angelegenheit dann noch tagesgleich. Ihr Schuldner erhält von uns sodann eine Zahlungsaufforderung mit einer Zahlungsfrist von wenigen Tagen. Wir bleiben dran!

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  • Ehrlicher Rat

Von uns erhalten Sie immer einen ehrlichen Rat über die Erfolgschancen Ihrer Forderung. Ihre Bedürfnisse stehen ganz oben. Daher suchen wir für Sie nach der besten Lösung. Unsere Grundsätze sind nicht umsonst Integrität und Gerechtigkeit.

  • Inkasso auf Maß

Inkasso ist immer Maßarbeit. Aus diesem Grund arbeiten wir nicht mit standardisierten Prozessen. Jede Inkassoangelegenheit beurteilen wir als Einzelfall. Daher können wir Ihnen bei jedem Inkassofall guten und passenden Rat erteilen.

Das Inkassoverfahren in Deutschland

Das Inkassoverfahren in Deutschland wird in zwei Phasen aufgeteilt: die außergerichtliche Phase, ohne Einschaltung eines Richters und die gerichtliche Phase. Da wir eine Rechtsanwaltskanzlei sind, können wir Sie sowohl im außergerichtlichen als auch im gerichtlichen Bereich vertreten. Die meisten Angelegenheit regeln wir außergerichtlich.

1. Außergerichtliches Inkassoverfahren

Das Inkassoverfahren beginnen wir immer mit der außergerichtlichen Phase. Dabei versuchen wir, die Einschaltung eines Richters zu vermeiden. Wir nehmen Kontakt mit Ihrem Schuldner auf und sorgen dafür, dass dieser kurzfristig die Forderung ausgleicht. In der außergerichtlichen Phase haben wir in Deutschland folgende Möglichkeiten:

  • Schriftlich und telefonisch mahnen: wir nehmen Kontakt mit Ihrem Schuldner auf und fordern diesen auf, Zahlung zu leisten. Ihr deutscher Kunde erhält sodann eine kurze Frist, für die Ausgleichung der Forderung zu sorgen.
  • Ankündigung eines Mahnverfahrens oder gerichtlichen Verfahrens: Die beste Art, Druck auf deutsche Schuldner auszuüben, ist die Ankündigung, das Mahnverfahren zu starten, oder gerichtliche Schritte einzuleiten. Oftmals reicht bereits diese Ankündigung, Ihren Debitor zur Zahlung zu bringen. Aus diesem Grund ist es ratsam, schnell einen Inkasso-Rechtsanwalt einzuschalten, der solche Verfahren führen kann. Dadurch verhindern Sie, dass ein Inkassoverfahren länger dauert, als erforderlich.

2. Gerichtliche Forderungsbeitreibung

Sofern Ihr Schuldner sich weigert, die Forderung außergerichtlich auszugleichen, können wir – in Abstimmung mit Ihnen – den Rechtsweg einschlagen. Wir informieren Sie im Vorfeld über die möglichen Kosten und reichen die entsprechenden Schritte erst ein, wenn wir Ihre Zustimmung haben. Da das deutsche Rechtssystem umfassenden Schutz der Debitoren bietet, müssen strenge prozessuale Regeln im gerichtlichen Verfahren eingehalten werden. Das deutsche Gericht fordert, dass Sie den Ursprung Ihrer Forderung beweisbar darlegen. In Deutschland gibt es folgende Möglichkeiten, um gerichtlich gegen den Schuldner vorzugehen:

  • Das Mahnverfahren: Das Mahnverfahren ist ein beschleunigtes Verfahren für unbestrittene Forderungen. Das Mahnverfahren zeichnet sich durch Schnelligkeit und Einfachheit sowie geringe Kosten und eine für den Gläubiger günstige Kostenverurteilung aus. Innerhalb eines relativ kurzen Zeitraumes von ca. zwei Monaten können Sie den sogenannten Vollstreckungsbescheid erhalten. Das ist ein gerichtlicher Zahlungsbefehl, mit welchem Ihr Schuldner sowohl zur Zahlung der offenen Forderung als auch der Prozesskosten verurteilt wird. Ihr Schuldner hat in der Folge zwei Wochen Zeit, um gegen den Vollstreckungsbescheid vorzugehen. Geschieht dies nicht, dann wird der Zahlungsbefehl rechtskräftig und vollstreckbar und wir können die weiteren Schritte vornehmen. Zahlt der Schuldner dann nicht freiwillig, können wir beispielsweise die Pfändung eines Bankkontos beantragen oder den Gerichtsvollzieher vor Ort bei dem Debitor Sachpfändungen und Kassenpfändungen vornehmen lassen. Legt der Debitor Widerspruch ein, können wir ein Klageverfahren (siehe nächster Punkt) führen.
  • Klageverfahren: Ist damit zu rechnen, dass Ihr Kunde Ihre Forderung als unbegründet abstreiten wird? In einem derartigen Fall liegt eine bestrittene Forderung vor und dann ist ein Klageverfahren angezeigt. In einem solchen müssen beide Parteien ihre Forderungen sowie die jeweiligen Stellungnahmen mit Beweisen belegen. Nach einer oder mehreren Sitzungen bei Gericht wird der Richter ein Urteil sprechen. Mit einem solchen obsiegenden Urteil können wir beispielsweise die Pfändung der Bankkonten Ihres Debitors veranlassen. Vor Verkündung des Urteils kann in einem Gerichtsverfahren auch immer eine vergleichsweise Lösung getroffen werden.
  • Europäischer Zahlungsbefehl: Hat Ihr Unternehmen seinen Sitz in einem EU-Staat? Bei unbestrittenen, internationalen Forderungen ist es möglich, einen europäischen Zahlungsbefehl zu beantragen. Der Advocaat, der Ihre Forderung bearbeitet, kann einschätzen, ob dieses Verfahren für Ihre Forderung geeignet ist.
  • Der europäische Zahlungsbefehl wird bei Gericht beantragt. Das Gericht fertigt sodann den europäischen Zahlungsbefehl aus. In der Folge hat der Debitor 30 Tage Zeit, zu reagieren, sollte er mit der Forderung nicht einverstanden sein. Reagiert der Debitor nicht innerhalb von 30 Tagen, können wir bei Gericht einen Antrag auf Ausfertigung des europäischen Zahlungsbefehls mit Vollstreckbarkeitsvermerk stellen. Sodann verfügen wir über einen gültigen und vollstreckbaren gerichtlichen Titel, der in jedem EU-Mitgliedsstaat anerkannt wird. Allerdings ist der europäische Zahlungsbefehl nicht für bestrittene Forderungen geeignet. Bei Angelegenheiten, in welchen über den Ursprung der Forderung Diskussionen geführt werden, kann dieses Verfahren nicht angewendet werden. Vorteil dieses Verfahrens sind Schnelligkeit und niedrige Kosten. Einige Mitgliedsstaaten fordern nichtmals Gerichtskosten für den europäischen Zahlungsbefehl. Nachteil dieses Verfahrens ist allerdings, dass, sofern ein Bestreiten vorliegt, dieses Rechtsmittel nicht mehr verwendet werden kann. In einem solchen Fall muss dann ein normales gerichtliches Zivilverfahren angestrengt werden, in welchem Sie als Gläubiger gegen Ihren Debitor klagen.