Inkasso in Griechenland

Zahlt Ihr griechischer Kunde die Rechnungen nicht? In Griechenland werden viele Rechnungen nicht innerhalb der Zahlungsfrist bezahlt. In den letzten Jahren hat Griechenland es finanziell schwer gehabt. Dadurch, dass Kapitalbeschränkungen eingeführt wurden, kostet die Finanzbuchhaltung Ihren griechischen Kunden wesentlich mehr Zeit. Als Folge der Krise liegt die Priorität Ihrer griechischen Handelspartner nicht in der Bezahlung Ihrer Rechnungen. Unsere griechischen Inkasso-Advocaten verfügen über die Mittel, Ihren griechischen Kunden dennoch zur Zahlung zu bewegen. Von dem Moment an, indem Sie uns Ihre Inkasso-Angelegenheit übertragen, tun wir alles, Ihr Geld einzutreiben.

Tipps bei einem griechischen Kunden, der nicht bezahlt:

  • Fragen Sie bei Ihrem griechischen Kunden nach, weshalb die Rechnung noch nicht bezahlt ist.
  • Das Versenden vieler Briefe kann Ihre Handelsbeziehung in Gefahr bringen.
  • Senden Sie eine Mahnung mit einer klaren Übersicht über alle offenen Rechnungen.
  • Geben Sie in der Mahnung einen Zahlungstermin von 7 bis 15 Tagen an.

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  • In Griechenland sind mündliche Verträge an der Tagesordnung.
  • Geschäftsbedingungen müssen deutlich kommuniziert werden, am Besten schriftlich unterzeichnet.

Inkasso in Griechenland

Inkasso in Griechenland

  • Unsere griechischen Advocaten kennen die lokalen Gesetze

Unsere griechischen Inkasso Advocaten haben umfangreiche Erfahrung und Kenntnisse der gesetzlichen Regelungen in Griechenland. Weiterhin sind Sie vollumfänglich über die Handelstraditionen und Gewohnheiten sowie die Kultur in Griechenland informiert. Das macht es einfacher, Ihren griechischen Debitor schnell zur Zahlung zu bewegen.

  • Inkassieren in griechischer Sprache

Unsere Advocaten sprechen sowohl Ihre Sprache als auch die griechische Sprache, wodurch Sprachbarrieren einfach zu überwinden sind.

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  • Inkasso nach Maß

Inkasso ist immer Maßarbeit. Aus diesem Grund arbeiten wir nicht mit standardisierten Prozessen. Jeden Inkassofall beurteilen wir als Einzelfall. Daher können wir Ihnen bei jedem Inkassofall guten und passenden Rat geben.

  • Ehrlicher Rat

Von uns erhalten Sie immer einen ehrlichen Rat über die Erfolgschancen Ihrer Inkassoangelegenheit. Ihre Bedürfnisse stehen ganz oben. Daher suchen wir für Sie nach der passendsten Lösung. Unsere Grundsätze sind nicht umsonst Integrität und Gerechtigkeit.

Inkassoverfahren in Griechenland

Das Inkassoverfahren in Griechenland ist zweigeteilt. In der außergerichtlichen Phase wird ohne eine Einschaltung eines Richters agiert. In der gerichtlichen Phase schalten wir einen Richter ein, um Ihren griechischen Kunden zur Zahlung zu bewegen. Da wir eine Rechtsanwaltskanzlei sind, können wir für Sie in beiden Verfahren tätig werden. Die meisten Angelegenheiten in Griechenland lösen wir in der außergerichtlichen Phase ohne Einschaltung eines Richters.

1. Außergerichtliches Inakssieren

Ausgangspunkt bei Beginn des Inkassoverfahrens ist immer die außergerichtliche Phase. In dieser Phase versuchen wir, die Hinzuziehung eines Richters zu vermeiden. Dies, da damit Kosten erspart werden können. Wir nehmen Kontakt mit Ihrem griechischen Kunden auf und sorgen dafür, dass dieser Ihre Forderung ausgleicht. In dieser Phase haben wir folgende Möglichkeiten:

  • Schriftliche Mahnung: Wir schicken Ihrem Debitor eine schriftliche Mahnung und fordern diesen dabei zur Zahlung auf. Ihr Schuldner erhält dann wenige Tage Zeit, um die Forderung auszugleichen.
  • Zahlungsvereinbarungen schließen: In Griechenland ist es oftmals effektiv, eine Zahlungsreglung zu vereinbaren. Für eine zielführende Verhandlung ist es wichtig, dass Verständnis Ihres griechischen Handelspartners zu wecken.
  • Ankündigung des gerichtlichen Verfahrens: Wird nicht bezahlt, dann kann die Ankündigung eines gerichtlichen Verfahrens Ihren griechischen Kunden oftmals zur Zahlung bewegen. Griechen setzen alles daran, ein Gerichtsverfahren zu vermeiden.

2. Gerichtliches Inkasso

Wenn sich Ihr Debitor in der außergerichtlichen Phase weigert, Zahlung zu leisten, können wir in Abstimmung mit Ihnen, gerichtliche Schritte einleiten. Wir informieren Sie dabei im Vorfeld über die möglichen Kosten und werden erst aktiv, wenn Ihre Zustimmung vorliegt. In Griechenland gibt es eine Anzahl verschiedener Verfahren, die zur Eintreibung von Geldforderungen geeignet sind. Nachfolgend stellen wir Ihnen die wichtigsten Verfahren dar:

  • Nationaler Zahlungsbefehl (Diatagi Plimoris): Für unbestrittene Forderungen kann die “Diatagi Pliromis”, also ein Zahlungsbefehl beantrag werden. Mit diesem Verfahren wird sehr schnell und effizient ein vollstreckbarer Titel erwirkt. Nachdem der Richter die Entscheidung getroffen hat, wird unser Advocaat direkt die notwendigen Maßnahmen ergreifen, den Zahlungsbefehl durchzusetzen. Beispielsweise durch Pfändung von Bankkonten Ihres Debitors.
  • Klage (Agogi): Geht es um eine bestrittene Forderung, was bedeutet, dass Ihr Debitor Gründe anführt, die einer Ausgleichung der Forderung entgegenstehen, kann Ihr Advocaat den Debitor verklagen (Agogi). Beide Parteien müssen dann in der Sitzung vor Gericht durch einen Advocaten vertreten werden. Abhängig von den Details im Fall muss vorab besprochen werden, welche Prozesstaktik sinnvoll ist.
  • Einstweiliger Rechtschutz (Asfalistika Metra): In eiligen Angelegenheiten, beispielsweise wenn das Risiko besteht, dass der Debitor pfändbare Güter beiseite schafft, oder auch um eine Rechtsposition festzustellen, kann auch einstweiliger Rechtschutz (Asfalistika Metra) beantragt werden. Bei einem solchen zeitlich begrenzten Rechtsschutz, beispielsweise in Form von einer Pfändung (Einfrierung von Vermögensbestandteilen), muss binnen eines Monats das gerichtliche Verfahren gestartet werden. Andernfalls entfallen die vorläufigen Rechtsschutzmaßnahmen.
  • Europäischer Zahlungsbefehl: Hat Ihr Unternehmen seinen Sitz in einem EU-Staat? Bei unbestrittenen, internationalen Forderungen ist es möglich, einen europäischen Zahlungsbefehl zu beantragen. Der Advocaat, der Ihre Forderung bearbeitet, kann einschätzen, ob dieses Verfahren für Ihre Forderung geeignet ist. Der europäische Zahlungsbefehl wird bei Gericht beantragt. Das Gericht fertigt sodann den europäischen Zahlungsbefehl aus. In der Folge hat der Debitor 30 Tage Zeit, zu reagieren, sollte er mit der Forderung nicht einverstanden sein. Reagiert der Debitor nicht innerhalb von 30 Tagen, können wir bei Gericht einen Antrag auf Ausfertigung des europäischen Zahlungsbefehls mit Vollstreckbarkeitsvermerk stellen. Sodann verfügen wir über einen gültigen und vollstreckbaren gerichtlichen Titel, der in jedem EU-Mitgliedsstaat anerkannt wird. Allerdings ist der europäische Zahlungsbefehl nicht für bestrittene Forderungen geeignet. Bei Angelegenheiten, in welchen über den Ursprung der Forderung Diskussionen geführt werden, kann dieses Verfahren nicht angewendet werden. Vorteil dieses Verfahrens sind Schnelligkeit und niedrige Kosten. Einige Mitgliedsstaaten fordern nichtmals Gerichtskosten für den europäischen Zahlungsbefehl. Nachteil dieses Verfahrens ist allerdings, dass, sofern ein Bestreiten vorliegt, dieses Rechtsmittel nicht mehr verwendet werden kann. In einem solchen Fall muss dann ein normales gerichtliches Zivilverfahren angestrengt werden, in welchem Sie als Gläubiger gegen Ihren Debitor klagen.